Juristische Arbeit lebt vom Wort. Ein falscher Halbsatz in einem Vertrag kann Jahre später vor Gericht landen; eine fehlende Klausel kostet mehr als die Stunden, die man beim Entwurf gespart hat. Wer täglich Dokumente erstellt, kennt beide Seiten dieser Arbeit: Manche Texte müssen exakt sein, jedes Mal gleich, nachvollziehbar bis auf den Buchstaben. Andere müssen vor allem schnell entstehen, weil der Fall nicht wartet.

Juristische Dokumentenarbeit passt nicht in eine einzige Methode. Dokumenttypen mit freigegebenen Formulierungen, fallabhängigen Klauseln und Entscheidungslogik profitieren von regelbasierter Automatisierung - auch wenn sie viele fallbezogene Varianten enthalten. Weniger vorhersehbare Aufgaben brauchen mitunter mehr Flexibilität; dabei kann KI unterstützen, solange juristische Fachleute das Ergebnis prüfen. Beide Ansätze lösen unterschiedliche Probleme.

Deshalb ist Lawlift ein Produkt für Dokumentenautomatisierung mit einem deterministischen, regelbasierten Kern. Bei der KI-gestützten Vorlagenautomatisierung schlägt Lawlift aus einem oder mehreren Ausgangsdokumenten Textbausteine, Fragen, Bedingungen und Regeln vor; Fachleute prüfen und bearbeiten sie und geben die Vorlage frei. Bei der regelbasierten Dokumentenautomatisierung bestimmt anschließend diese freigegebene Logik jedes erzeugte Dokument. Lösungen für Entwurf, Bearbeitung und Prüfung unterstützen bei weniger vorhersehbaren Aufgaben: beim ersten Entwurf, beim Anpassen vorhandener Texte sowie beim Übersetzen, Anonymisieren und Prüfen in Word.

Bei der KI-gestützten Vorlagenautomatisierung schlägt Lawlift Textbausteine, Fragen und Regeln vor; Fachleute prüfen und bearbeiten sie und geben die Vorlage frei. Bei KI-gestützten Funktionen in Word bleiben vorgeschlagene Bearbeitungen als nachverfolgte Änderungen sichtbar. In beiden Fällen entscheidet der Mensch.

Unser Mitgründer Dr. Konstantin Bertram hat den Kern in einem Satz zusammengefasst, der uns seither begleitet:

„KI ist ein Teil dessen, was wir tun. Das Fundament aber sind Struktur, Verlässlichkeit und ein tiefes Verständnis dafür, wie juristische Teams wirklich arbeiten.”

Der Nutzen zeigt sich nicht in einer Kennzahl, sondern im Alltag: Wenn Kolleginnen und Kollegen ohne juristische Ausbildung aus freigegebenen Klauseln und Entscheidungslogik die passende Vertragsvariante erstellen, gewinnt die Rechtsabteilung Zeit für Arbeit, die neue juristische Bewertung erfordert. Wenn aus zwei bis drei Stunden Entwurfsarbeit fünf Minuten werden, verschiebt sich, womit sich Expertinnen und Experten beschäftigen.

Wohin der Weg führt, ergibt sich aus dieser Grundlage von selbst. Wir bringen KI-Entwurf und -Prüfung dorthin, wo juristische Arbeit tatsächlich stattfindet - in das Dokument, in Word, in den bestehenden Ablauf - statt ein weiteres System daneben zu stellen, das man erst lernen muss. Der Mensch soll sagen, was er erreichen will; die Software soll den passenden Weg vorschlagen und jeden Schritt transparent machen, bevor er wirkt. Es geht uns um Entlastung: Die Software übernimmt, was ohnehin niemand von Hand erledigen sollte, und schafft Raum für die Arbeit, die juristisches Denken wirklich verlangt.

Aus der täglichen Arbeit heraus fasst es unser Mitgründer Dr. Steffen Bunnenberg so:

„Der Bedarf hängt vom Anwendungsfall ab. Manche Arbeit braucht KI unter dem Blick eines Anwalts. Andere Arbeit braucht deterministische Automatisierung, der man Zeile für Zeile vertrauen kann. Lawlift legt Sie nicht auf eines davon fest.“

Ein roter Faden zieht sich dabei durch alles, was wir tun: Wir wollen Software leichter nutzbar machen. Angefangen haben wir 2018 mit dem Anspruch, dass Automatisierung selbst so einfach wie möglich sein soll - nicht die Ausnahme für wenige Spezialisten, sondern das Werkzeug für alle. KI macht diesen Anspruch heute noch besser einlösbar: Sie senkt die Hürde weiter, ohne dass wir bei Verlässlichkeit oder Kontrolle Abstriche machen.

Dr. Konstantin Bertram & Dr. Steffen Bunnenberg

Gründer, Lawlift · Berlin